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Neuorientierung
Anfang Dezember 1987 schränkte ein Divisionsbefehl die Möglichkeiten der Mitarbeit der Soldaten in den Kuratorien ein. Das Verteidigungsministerium untersagte den Kommandeuren, die Führungsverantwortung von Offizieren in den Vereinen der Aktion für Behinderte zu übernehmen. Mit der Weisung sollten Interessenkonflikte von Vorgesetzten gegenüber den ihnen unterstellten Soldaten verhindert werden. Hinzu kam, dass die Bundeswehr das Bundeswehr – Sozialwerk e.V., einen eigenen sozialen Verein für Soldaten gegründet hatte.
Am 10. Dezember 1987 legte der Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 65, Oberstleutnant Scholl, den ersten Vorsitz, den er kommissarisch übernommen hatte, nieder. Hierüber berichtete die örtliche und überörtliche Presse ausführlich. Bereits am 12. Dezember verkündete die Waldeckische Landeszeitung unter der Überschrift “Kuratorium läuft weiter”. Der bisherige zweite Vorsitzende, Herr Schaller hatte sich bereiterklärt, allein Interimsweise den Vorsitz als “Geschäftsführender Vorsitzender” solange zu übernehmen, bis die Mitgliederversammlung eine neue Organisationsform für das Kuratorium gefunden habe.
Nach Änderung der Satzung und Suche nach einem geeigneten Kandidaten wählte die Mitgliederversammlung am 19. Januar 1988, den Bürgermeister in Ruhe, Erich Dreyer, aus der Stadt Waldeck, zum ersten Vorsitzenden.
In den nachfolgenden Jahren vollzog sich, begleitet von den Veränderungen in den Streitkräften, ein Wandel in der Arbeit des Vereins. In den ersten zehn Jahren waren die Offizier und Unteroffiziere der Standorte Mengeringhausen, heute Bad Arolsen, oder Frankenberg die tragenden Säulen der Arbeit im Kuratorium. Danach unterstützten die Soldaten, neben der immer größer werdenden dienstlichen Belastung und einem veränderten Aufgabenspektrum der Bundeswehr, auch weiterhin die Arbeit des Kuratoriums, die Aktivitäten übernahm aber immer mehr der Vorstand. Dieser ist bis heute fast ausschließlich mit aktiven und ehemaligen Soldaten besetzt.
Danach erfolgte die weitere Öffnung der Arbeit in den zivilen Bereich. Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit gelang es, Menschen zu gewinnen, die für die Interessen der Menschen mit Behinderung eintreten und unsere Arbeit unterstützen.
Es war ein Segen, dass die Bundeswehrstandorte Bad Arolsen und Frankenberg erhalten blieben. Bis heute sind die Soldaten für unsere Arbeit unverzichtbare Stützen. Der Kreis der Soldaten hat sich vergrößert. Seit Februar 2000 zählen die Soldaten des Standortes Wolfhagen, an der Grenze zu Kassel gelegen, zu unseren Mitgliedern.
Die Änderung, beziehungsweise die Neufassung der Satzung im Januar 1998 und im Februar 2001, waren Grundlage für eine ziel gerichtete Neuorientierung. In einer Neufassung der Satzung im Jahr 2001 beschloss die Mitgliederversammlung die Festschreibung der Ziele 1. und 4.. Sie waren zwar seit Gründung des Vereins fester Bestandteil der Arbeit. Es war jedoch notwendig, die Ziele für die Öffentlichkeit deutlicher herauszustellen.

